Massnahme 7
Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
- «Vorhaben von grosser finanzieller Tragweite» mit einer Vielzahl an Massnahmen sind im Aufgaben- und Finanzplan (AFP) 2025–2027 deklariert (teilweise Umsetzung erfolgt, weitere noch ausstehend)
- Aufbau eines Angebots für Adoleszentenpsychiatrie
- Optimierung der Versorgungsstrukturen im Bereich der kinder- und jugendpsychiatrischen Angebote (angestrebte Fusion der beiden Stiftungen KJPZ und KJPD)
Voraussetzung für die Zielerreichung: Massnahmen gegen Fachkräftemangel (siehe Massnahme 4)
Stand der Umsetzung (Controlling März 2026)
- Die Stiftungen Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste (KJPD) St.Gallen und Klinik Sonnenhof – Kinder- und Jugendpsychiatrisches Zentrum (KJPZ) fusionieren zur «Kinder- und Jugendpsychiatrie St.Gallen».
- Während die KJPD St.Gallen ambulante und teilstationäre Behandlungen anbietet, ist das KJPZ auf stationäre Behandlungen spezialisiert. Mit dem Zusammenschluss der beiden Stiftungen wird die Versorgung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie gestärkt, indem das Angebot weiterentwickelt, Fachwissen gebündelt und die Qualität der psychiatrischen Versorgung im Kanton St.Gallen langfristig gesichert wird.
- Die Entscheidung zur Fusion wurde im November 2025 gefällt, die entsprechenden Fusionsverträge werden frühestens ab Sommer 2026 unterzeichnet werden.
- In der Zwischenzeit werden die Details der Zusammenführung wie Prozesse, Zuständigkeiten, IT-Systeme und rechtliche Bedingungen geklärt.
- Das im Jahr 2023 erarbeitete Rahmenkonzept Adoleszenzpsychiatrie dient als Grundlage zur Entwicklung adoleszenzpsychiatrischer Versorgungsstrukturen und -angebote im ambulanten und stationären Bereich.
- Insgesamt werden darin fünf konkrete Vorgehensweisen zur Verbesserung der Situation von jungen Erwachsenen mit psychischer Erkrankung im Kanton St.Gallen skizziert:
1. Aufsuchende Therapie (Home Treatment)
2. Tagesklinik
3. Stationäre Versorgung
4. Sozialpädagogische Familienbegleitung
5. Psychosoziale Beratung - Per 1. Oktober 2024 erfolgte die Eröffnung der ersten Tagesklinik für Jugendliche im Kanton St.Gallen.
- Im Jahr 2026 erfolgte ein stufenweiser Ausbau des zentralen Ambulatoriums der KJPD in der Stadt. St.Gallen. Damit wird eine Reduktion der teilweise langen Wartezeiten angestrebt.
- Ebenfalls wurde per 1. Januar 2025 eine Umstellung des Finanzierungsmodells der KJPD umgesetzt. Dieses ist konsequent leistungsbezogen ausgestaltet und reduziert die Beiträge für gemeinwirtschaftliche Leistungen im engeren Sinne. Im Gegenzug werden neu die leistungsbezogenen Beiträge an die Tageskliniken und die ärztlichen Leistungen bzw. die Leistungen der psychologischen Psychotherapie stärker ausfinanziert.
- Insgesamt werden darin fünf konkrete Vorgehensweisen zur Verbesserung der Situation von jungen Erwachsenen mit psychischer Erkrankung im Kanton St.Gallen skizziert:
- Das Projekt «Finanzierung Fremdunterbringung Minderjähriger (FIMU)» läuft gemäss Planung.
