Massnahme 1
Programm zur Weiterentwicklung des Innovations- und Startup-Ökosystems St.Gallen
Das Programm zielt darauf ab, die Rahmenbedingungen für Gründerinnen und Gründer gezielt zu verbessern und die Vernetzung zwischen der regionalen Wirtschaft, den starken ansässigen Hochschulen und neuen Talenten zu intensivieren. Durch den Ausbau zielgerichteter Förderangebote, den Abbau bürokratischer Hürden und die Schaffung kreativer Synergien soll St.Gallen als pulsierender und wettbewerbsfähiger Hub positioniert werden, in dem aus vielversprechenden Ideen erfolgreiche und nachhaltige Unternehmen heranwachsen. Das Programm wird durch verschiedene Strategien und Massnahmen umgesetzt.
Die St.Galler Regierung hat im Mai 2024 die Innovationsförderstrategie des Kantons St.Gallen und das entsprechende Umsetzungskonzept für die Jahre 2024 bis 2031 genehmigt. Ziel ist es, die Innovationsfähigkeit von KMU im Kanton St.Gallen nachhaltig zu stärken.
Innovation für alle
Die geplanten Massnahmen sollen Innovationshürden senken, insbesondere für kleinere Unternehmen. Ein Beispiel ist ein digitales Innovationsportal, das in Umsetzung ist: Es wird KMU den Zugang zu Informationen, Ansprechpartnern und Finanzierungshilfen für ihre Innovationsvorhaben erleichtern. Weiter wurde das Pilotprojekt «Inno-Netzwerk St.Gallen» neues Fenster lanciert. In diesem Rahmen spannen KMU zusammen, um über Branchen hinaus für ähnliche Herausforderungen gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln.
Zugang zu Infrastruktur und Kooperationen
Weiter sollen KMU modernste Einrichtungen sowie branchenübergreifenden Kooperationen nutzen können, um zu innovieren. Dafür wird bestehende Infrastruktur von Netzwerkpartnern verbessert und zugänglich gemacht und die Zusammenarbeit zwischen ihnen gestärkt. Ein Beispiel hierfür ist die Erweiterung und Erneuerung des Reinraums am Campus Buchs. Unter dem Namen «Sensor Innovation Hub» neues Fenster betreiben, modernisieren und erweitern die Ost – Ostschweizer Fachhochschule, RhySearch und der Switzerland Innovation Park Ost den Reinraum gemeinsam. Nach Regierung und Kantonsrat hat Ende November 2025 auch die Stimmbevölkerung des Kantons St.Gallen deutlich Ja gesagt zum Sensor Innovation Hub.
Die Empa, HOCH Health Ostschweiz (ehemals Kantonsspital St.Gallen) sowie der Kanton St.Gallen planen in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich die Errichtung einer gemeinsamen Professur der ETH Zürich an der Empa in St.Gallen. Ziel ist es, Forschungskompetenzen in den Bereichen digitale Gesundheit und Biomedizintechnik aufzubauen. Konkret wird die Professur neue diagnostische Methoden sowie prognostische Modelle mit der Hilfe von Biosensoren entwickeln und diese durch klinische Tests validieren. Die Schwerpunkte liegen auf Fachgebieten wie der Onkologie, Geriatrie, Neurologie oder der Chirurgie.
Transfer der Forschungsergebnisse in die Wirtschaft
In thematischer Hinsicht wird eine Brücke zu den bestehenden Tätigkeitsfeldern «Gesundheit, Sensorik und Digitalisierung» am Switzerland Innovation Park Ost geschlagen. Zudem schafft die Präsenz der Universität St.Gallen optimale Bedingungen, um Fachwissen zu erweitern und dieses erfolgreich in die Wirtschaft zu übertragen.
Forschung in St.Gallen – Lehre primär in Zürich
Die Vereinbarung zwischen den Partnern hält fest, dass die Professur in St.Gallen verortet sein wird. So liegt der Forschungsstandort in St.Gallen, mit Labor- und Forschungsräumlichkeiten an der Empa sowie am HOCH Health Ostschweiz. Die Lehre soll primär am ETH-Standort in Zürich stattfinden.
Langfristige Verankerung
Der Kanton St.Gallen ist substanziell in die Finanzierung der ETH-/Empa-Professur eingebunden. So ist über die gesamte Laufzeit ab Anstellung der Professorin oder des Professors ein jährlicher Beitrag von 500'000 Franken vorgesehen. Nach Abschluss der ersten sechs Jahre der Professur ist vorgesehen, die Finanzierung mittels Überführung in eine gesetzliche Grundlage dauerhaft zu sichern. Damit soll die langfristige Wirkung gewährleistet werden.
Die hohe Innovationskraft von Startups und Spin-offs trägt massgeblich dazu bei, dass auch in Zukunft wertschöpfungsstarke Unternehmen entstehen und attraktive Arbeitsplätze angeboten werden können. Im Kanton St.Gallen ist in den letzten Jahren eine erfolgreiche Gründungsszene entstanden. Diese will die St.Galler Regierung mit der Startup-Förderstrategie neues Fenster weiter stärken und ausbauen. Die Strategie sieht dafür ein umfangreiches Set an Massnahmen vor.
Massnahmen erfolgreich umgesetzt
Einige Meilensteine konnten bereits erreicht werden: So wurden beispielsweise zusätzliche Startup-Beratungsstellen in Buchs und Rapperswil-Jona eröffnet und erste Startups auf Wachstumskurs haben vom Startup-Förderprogramm HSG START Accelerator profitiert. Für die erste offizielle Durchführung des Programms haben sich mehr als 130 Startups aus über 30 Ländern beworben. Die Gründerinnen und Gründer stammen aus ganz Europa und führenden Forschungsinstitutionen wie der ETH Zürich, der EPFL in Lausanne, der Empa, der Universität Zürich und der Universität St.Gallen.
Digitaler Gründungsservice lanciert
Weiter hat der Kanton St.Gallen das neue Online-Portal «Startup-Guide» neues Fenster lanciert. Damit vereinfacht, beschleunigt und digitalisiert der Kanton den Weg für Gründerinnen und Gründer zum eigenen Unternehmen. Unternehmensgründungen und Handelsregistermutationen sind neu digital möglich. Unternehmerinnen und Unternehmern stehen kostenlos praktische Werkzeuge und Beratungsangebote zur Verfügung. Das digitale Angebot ergänzt die Startup-Beratungsstellen des Kantons St.Gallen in Buchs, Rapperswil-Jona und St.Gallen.
Unternehmen, die sich neu im Kanton St.Gallen ansiedeln oder innerhalb des Kantons entwickeln wollen, sind auf verfügbare und attraktive Baulandangebote angewiesen. Oft finden sie für ihr Vorhaben keine passenden Flächen, weil diese aus planerischen Gründen nicht verfügbar oder nicht hinreichend erschlossen sind, oder weil die Grundeigentümer nicht zur Veräusserung bereit sind.
Deshalb prüft der Kanton St.Gallen eine aktive Bodenpolitik. Damit möchte die St.Galler Regierung Flächen für Innovation und Arbeiten verfügbar machen und die Attraktivität für neue und bestehende Unternehmen erhöhen. Ziel ist es, optimale Rahmenbedingungen für einen zukunfts- und wettbewerbsfähigen Werk- und Arbeitsplatz und attraktive Perspektiven für Unternehmen und Arbeitnehmende zu schaffen.
Eine departementsübergreifende Projektgruppe des Kantons St.Gallen unter der Leitung des Volkswirtschaftsdepartements erarbeitet derzeit im Auftrag der Regierung die Rahmenbedingungen für eine optimale Baulandmobilisierung. Dabei werden unterschiedliche Lösungsvarianten geprüft und eine mögliche gesetzliche Grundlage erarbeitet.
H083 Universität St.Gallen, Neubau Platztor
Ein Innovations-Ökosystem braucht auch die entsprechende Infrastruktur. Das Bau- und Umweltdepartement plant Gebäude für Bildung und Innovation und setzt diese um. Einige Meilensteine aus dem Jahr 2025 waren:
«Tsumiki» ist das Siegerprojekt vom Architekturwettbewerb zum Campus Platztor
H072/H079 Erstellung des Campus Wattwil Investitionsprojekt
Der Grundstein für die neue Kantonsschule Wattwil wurde gelegt.
H099 Berufs- und Weiterbildungszentrum Rapperswil-Jona
Der neue Standort neues Fenster für das Berufs- und Weiterbildungszentrum Rapperswil-Jona im Südquartier wurde festgelegt.
