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34. Reform der kantonalen Schulstrukturen und Schulstandorte

Campus der Ostschweizer Fachhochschule OST in Rapperswil-Jona

Reform der kantonalen Schulstrukturen und Schulstandorte

Die Regierung reformiert Strukturen und Standorte der kantonalen Schulen nach den Kriterien Kompetenzorientierung, Agilität, Vernetzung und Effizienz.

Stand der Umsetzung der Strategie 2021

Die Reform der kantonalen Schulstrukturen und Schulstandorte auf der Sekundarstufe II dient der Qualität der Ausbildung und dem effizienten Schulbetrieb. Dort, wo grössere Veränderungen notwendig sind, gibt es aber gleichzeitig oft einen Widerstand gegen die Anpassung des Angebots an den einzelnen Schulstandorten. Wie ähnliche Prozesse in anderen Kantonen (ZH, AG, LU) gezeigt haben, braucht es häufig mehrere Anläufe und intensive Kommunikationsarbeit, um Strukturreformen erfolgreich umsetzen zu können. Im vergangenen Jahr wurde ein Entwurf des Berichts zur Immobilienbedarfsplanung für die Sekundarstufe II erstellt und in die Vernehmlassung gegeben. Er wird Anfang 2022 überarbeitet und anschliessend dem Kantonsrat zugeleitet.

Zum Umsetzungscontrolling 2021

OST - Ostschweizer Fachhochschule

Die drei bisherigen Fachhochschulen im Kanton St.Gallen, die FHS St.Gallen, die HSR Rapperswil und die NTB Buchs, haben sich am 1. September 2020 zu einer einzigen Fachhochschule, der OST – Ostschweizer Fachhochschule, zusammengeschlossen. Die Standorte wurden beibehalten, und jeder Standort ist weiterhin in Lehre, Weiterbildung und anwendungsorientierter Forschung tätig. Träger der OST sind die Kantone St.Gallen, Schwyz, Glarus, Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und Thurgau sowie das Fürstentum Liechtenstein.

Campus Buchs der OST (© OST – Ostschweizer Fachhochschule)

Berufsbildungsregion Süd stärken

Die Berufs- und Weiterbildungszentren Buchs und Sarganserland mit den Standorten Buchs (mit Salez) und Sargans schliessen sich bis 2022 zusammen. Ziel ist die Stärkung der Berufsbildungsregion Süd durch eine kompetenzorientierte Ausbildung und eine bessere Auslastung der bestehenden Infrastrukturen.

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Postulat 43.19.03 «Strategische Investitionsplanung für Sekundarstufe II»

Der Kantonsrat hat die Regierung im Sommer 2019 beauftragt, einen Bericht über die strategische Planung der Berufsfachschulen und der Mittelschulen zu erstellen. 

Der von der Regierung geplante Umzug der Berufsfachschule für Gesundheitsberufe (BZGS) von St.Gallen nach Rorschach und die Verlagerung der bisher in Rorschach beschulten Berufe (BZR) auf andere Standorte wird vorerst aufgeschoben. Die Regierung nimmt damit einen vom Kantonsrat in der Novembersession 2020 eingereichten, für dringlich erklärten und gutgeheissenen Vorstoss als regionalpolitisches Signal entgegen und trägt ihm Rechnung. Sie zieht die Berichterstattung zum Postulat 43.19.03 vor. Aufgrund der verkürzten Bearbeitungszeit hat die Regierung die Projektziele angepasst. Die ursprünglich geplanten Abklärungen können nicht mehr in der vorgesehenen Tiefe erfolgen und einzelne Teilthemen können nicht mehr bearbeitet werden. Im Vordergrund steht die Prüfung aller Schulstandorte im Kanton auf ihre Eignung für Kompetenzzentren für Berufsfelder. Die Rochade BZGS-BZR wird dabei als eine von mehreren Varianten analysiert.

Im August 2021 führt die Regierung zur Entwurfsfassung des Postulatsberichts eine Null-Lesung durch. Anschliessend ist eine Vernehmlassung, allenfalls mit Anhörungen, geplant. Der fertige Bericht wird dem Kantonsrat auf die Februarsession 2022 zugeleitet.

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Weitere Strategien des Schwerpunktziels «Strukturentwicklung fördern»