Logo Kanton St.Gallen

22. Förderung der Vereinbarkeit und Bereitstellung von Betreuungsangeboten

Kinderkrippe Schlössli in St.Gallen

Förderung der Vereinbarkeit und Bereitstellung von Betreuungsangeboten

Die Regierung fördert in Abstimmung mit den Gemeinden und den Arbeitgebern der Privatwirtschaft die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Sicherstellung bedürfnisgerechter Kinderbetreuungsangebote sowie von Angeboten ausserschulischer Tagesbetreuung und nimmt als Arbeitgeber eine Vorbildfunktion ein.

Ich bin überzeugt, dass ein gutes Betreuungsangebot zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beiträgt. Ausserdem ist es wesentlich für die Standortattraktivität und zentral für die Bekämpfung des Fachkräftemangels.

Regierungsrätin Laura Bucher
Vorsteherin des Departementes des Innern des Kantons St.Gallen

Neues Gesetz über Beiträge für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung

Am 29. November 2020 hat die St.Galler Stimmbevölkerung das Gesetz über Beiträge für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung (KBG) gutgeheissen. Damit möchte der Kanton die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten (Kitas), Horten oder Tagesfamilien finanziell unterstützen. Diese Angebote sind wichtig, da sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, Frauen und Männern eine flexiblere Wahl zwischen Erziehungs- und Erwerbsarbeit ermöglichen und auch ein Mittel gegen den Fachkräftemangel sind.

Wenig Betreuungsplätze im Schweizer Vergleich

Ein Bericht aus dem Jahr 2018 zeigt, dass es im Kanton St.Gallen im Vergleich mit dem Schweizer Durchschnitt wenig Plätze für die familien- und schulergänzende Kinderbetreuung gibt. Zudem tragen diejenigen Familien, die ein Angebot nutzen, einen grossen Teil der Kosten selber. Der Kantonsrat hat hier Handlungsbedarf erkannt. Als im Rahmen der Kantonalen Umsetzung der Steuer- und AHV-Finanzierung (STAF) eine Erhöhung der Familienzulagen im Kanton St.Gallen beschlossen wurde, erteilte der Kantonsrat der Regierung den folgenden Auftrag: Die zusätzlichen Steuereinnahmen aus den erhöhten Familienzulagen (voraussichtlich fünf Millionen Franken) sollen in die Förderung der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung investiert werden. Das KBG regelt, wie diese Gelder eingesetzt werden.

Weitere Strategien des Schwerpunktziels «Chancengerechtigkeit sicherstellen»