Logo Kanton St.Gallen

27. Prävention vor Radikalisierung

Informationsveranstaltung in einer Schule

Prävention vor Radikalisierung

Die Regierung ergreift Massnahmen zur Prävention vor der Radikalisierung von Personen mit extremem Gedankengut.

Stand der Umsetzung der Strategie 2021

Am Anfang der Bekämpfung der Radikalisierung und des gewalttätigen Extremismus stehen nicht die Sicherheitsbehörden. Entscheidet sich eine Person, terroristisch aktiv zu werden, ist die Radikalisierung bereits erfolgt. Gelingt es, eine Radikalisierung zu verhindern, kann das die Person davon abhalten, sich mit Gewalt gegen die Gesellschaft zu wenden. Radikalisierungsbekämpfung erfolgt primär ausserhalb des Sicherheitsbereichs (namentlich im Rahmen der Sozialisation, Bildung, Sozialwesen, Kinder- und Jugendarbeit, Schulsozialarbeit, Integration, Religion und Gesundheit). Radikalisierungsprävention ist auch Gewaltprävention. Innerhalb des Sicherheitsbereichs sind namentlich die Massnahmen der Kantonspolizei mit der Abteilung Bedrohungs- und Risikomanagement, des Amtes für Justizvollzug im Justizvollzug sowie des Migrationsamtes beim wirksamen Rechtsschutz und im Zusammenhang mit Integrationsvereinbarungen zu nennen. Die Arbeit des Bedrohungs- und Risikomanagements der Kantonspolizei wird sehr stark nachgefragt. Die Pandemie hat die psychische Verfassung vieler Menschen verschlechtert. Es wird daher eine weiterhin hohe Nachfrage erwartet.

Zum Umsetzungscontrolling 2021

Fachstelle FAREX

Wer das Gefühl hat, dass sich Personen aus dem eigenen Umfeld radikalisieren, kann sich neu an die Fachstelle FAREX wenden. Expertinnen und Experten beraten Eltern, Jugendliche, Lehrpersonen und Vorgesetzte bei Fragen zu den Themen Radikalisierung und Extremismus. Mit der Fachstelle wollen der Kanton und die Gemeinden im Kanton St.Gallen Fälle von möglicher Radikalisierung frühzeitig erkennen, das Umfeld beraten und bei Extremismus intervenieren.

FAREX hilft unter der Nummer 0848 0848 55.

Bedrohungs- und Risikomanagement: Gewaltschutz proaktiv angehen

Im Jahr 2019 wurde die Abteilung Bedrohungs- und Risikomanagement der Kantonspolizei aufgebaut. Ihre Hauptaufgabe ist es, zielgerichtet Gewalttaten frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. In Fällen von häuslicher Gewalt oder Stalking, bei allgemeinen Drohungen, in Konfliktsituationen mit Eskalationspotenzial, bei extremistischen oder sonstigen auffälligen Personen soll ein proaktiver Gewaltschutz ermöglicht werden, indem Risikopersonen begleitet werden.

Weitere Strategien des Schwerpunktziels «Chancengerechtigkeit sicherstellen»