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4. Leistungsstarke Infrastruktur

Areal der Standortentwicklung WILWEST auf den
Gebieten des Kantons St.Gallen und Thurgau

Leistungsstarke Infrastruktur

Die Regierung prüft neue Erschliessungskonzepte und sorgt durch die Nutzung neuer Technologien für eine leistungsstarke und zuverlässige Infrastruktur.

Stand der Umsetzung der Strategie 2021

Das Angebot im öffentlichen Verkehr wird laufend verbessert. Im Sommer 2021 wurde in Rorschach der modernisierte Stadtbahnhof eingeweiht. Die neue Anlage mit zwei Gleisen erlaubt einen stabileren Bahnbetrieb und ermöglicht den Kunden einen bequemen Umstieg zwischen Bahn und Bus. Ebenfalls fiel der Startschuss zum Doppelspurausbau zwischen Uznach und Schmerikon. Nach Abschluss der Bauarbeiten bis Ende 2023 verkehren neu halbstündlich direkte Züge zwischen St.Gallen, Wattwil und Rapperswil. Weiter wurden finanzielle Beiträge an die Verschiebung des Bahnhofs Bruggen auf die Höhe des Bahnhofs Haggen als auch an den Bau der neuen Bahnhaltestelle Trübbach-Fährhütte gesprochen. Die Ziele im öffentlichen Verkehr können aus heutiger Sicht erreicht werden.

Zum Umsetzungscontrolling 2021

Internationale S-Bahn Bodensee

Bild
Walter Schönholzer (Regierungsrat Kanton Thurgau), Anna Barbara Remund (Vizedirektorin Bundesamt für Verkehr) und Beat Tinner (Regierungsrat Kanton St.Gallen) – von links nach rechts – an der Eröffnungsfeier (© Thurbo)

Das Bahnnetz am östlichen Bodensee erhielt mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 eine neue internationale Verbindung: Erstmals können Bahnreisende ohne Umsteigen von Romanshorn über Bregenz nach Lindau-Reutin fahren. Die offizielle Eröffnung der neuen Linie erfolgte pandemiebedingt erst am Samstag, 26. März 2022, bei der Persönlichkeiten aus Politik, Verkehr und Tourismus die neue S-Bahn-Linie S7 offiziell einweihten.

Vorerst ein Freizeitangebot im Zweistundentakt am Wochenende, soll die neue S-Bahn ab Dezember 2023 auch an den Wochentagen verkehren. Die neue S-Bahn-Linie ist ein internationaler Durchbruch und Meilenstein für den grenzüberschreitenden ÖV am östlichen Bodensee. Dank guten Anschlussverbindungen verbindet die S7 grosse Teile der Ostschweiz, des Vorarlbergs und des Allgäus miteinander. Die Reisenden profitieren von einer Direktverbindung und markanten Fahrzeitverkürzungen zwischen diesen Regionen.

Wir sind stolz, dass erstmals eine Drei-Länder-S-Bahn rollt.

Regierungsrat Beat Tinner
Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartementes des Kantons St.Gallen

Unterirdischer Gütertransport nach St.Gallen ist machbar

Die Vision eines unterirdischen Logistiksystems in der Schweiz konkretisiert sich. Das Bundesparlament hat in der Wintersession 2021 das Gesetz über den unterirdischen Gütertransport verabschiedet. Die Projektierungsarbeiten für die erste Teilstrecke im Raum Mittelland–Zürich schreiten voran. Das Projekt geht in diesem Jahr von der Studien- in die Planungsphase über und bei gutem Projektverlauf ist die Betriebsaufnahme im Jahr 2031 vorgesehen.

Die Kantone St.Gallen und Thurgau haben in enger Zusammenarbeit mit der Cargo sous terrain AG (CST) die Potenziale und die Machbarkeit für den unterirdischen Gütertransport zwischen Zürich und der Ostschweiz untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass die Verlängerung des Netzes bis St.Gallen technisch und wirtschaftlich möglich ist. An ausgewählten Standorten werden jetzt weitere Abklärungen getätigt.

Die Kantone St.Gallen und Thurgau streben einen möglichst raschen Anschluss an das zukunftsweisende System an. Entsprechend ist man über die positiven Resultate erfreut. In enger Absprache mit Cargo sous terrain AG planen die Kantone nun die nächsten Schritte zur Festlegung von möglichen Hubstandorten und deren raumplanerische Sicherung.

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Cargo Sous Terrain
© Cargo sous terrain AG

Infrastrukturvorhaben

Im Kanton St.Gallen laufen derzeit verschiedene Vorhaben, um die Infrastruktur weiter zu optimieren. So hat der Kanton das Kapitel Mobilität im Richtplan überarbeitet. Ziel der Überarbeitung ist, Siedlung und Verkehr sowie die Verkehrsmittel aufeinander abzustimmen. Die Regierung schickt das Kapitel Mobilität bis am 31. August 2021 in die Vernehmlassung. 

Doppelspurausbau Goldach–Rorschach Stadt (© Kanton St.Gallen)
Vertreter von Bund, Kanton und Gemeinden sowie der Transportunternehmen beim Setzen des Spatenstichs zum Doppelspurausbau zwischen Uznach und Schmerikon. (© Kanton St.Gallen)
Vertreter von Bund, Kanton und Gemeinden sowie der Transportunternehmen beim Setzen des Spatenstichs zum Doppelspurausbau zwischen Uznach und Schmerikon. (© Kanton St.Gallen)

Ende August 2021 erfolgte der Spatenstich für den Doppelspurausbau Uznach-Schmerikon. Nach den dreijährigen Bauarbeiten profitieren die öV-Kunden in der Region Obersee von kürzeren Reisezeiten, häufigeren Fahrten und mehr Sitzplätzen. Damit können heute bestehende Kapazitätsengpässe behoben werden. Zeitgleich plant der Kanton St.Gallen die angrenzenden Busnetze neu, um die Vorteile des neuen Bahnfahrplans möglichst breit in die Region hinaustragen zu können. Die Ausbauten verbessern auch die Erreichbarkeit über die Region hinaus. Die prosperierende Region Obersee rückt näher an die grossen Zentren, die Standortattraktivität wird erhöht und gleichzeitig wird die Basis für eine umweltfreundliche, nachhaltige Mobilität gelegt und der öV noch attraktiver ausgestaltet.

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Angebotsverbesserungen im öV

Im Sommer 2019 hat das Bundesparlament den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen. Damit können im Kanton St.Gallen an verschiedenen Orten Angebotsverbesserungen realisiert werden. Damit bereits vor Abschluss der umfangreichen Ausbauten der Bahninfrastruktur Angebotsverbesserungen möglich sind, hat der Kanton ein Fahrplankonzept für den Übergangszeitraum ab dem Jahr 2025 entwickeln lassen, das gegenwärtig vom Bund hinsichtlich seiner Machbarkeit geprüft wird.  

Voralpen-Express bei Rapperswil
Voralpen-Express bei Rapperswil (© SOB)
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Fernverkehr St.Gallen–München

Mit dem Abschluss der Arbeiten zur durchgehenden Elektrifizierung der Strecke Zürich–St.Gallen–Bregenz–München reduziert sich die Fahrzeit der Strecke St.Gallen–München ab Dezember 2020 auf noch 3 Stunden. Mit dem Fahrplan 2022 reduziert sich die Fahrzeit auf 2½ Stunden.

Quelle: Bericht öffentlicher Verkehr Kanton St.Gallen 2020

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Fernverkehr St.Gallen–Zürich

Dank dem Einsatz von Neigetechnik-Zügen sinkt die Fahrzeit zwischen St.Gallen und Zürich unter eine Stunde.

Quelle: Bericht öffentlicher Verkehr Kanton St.Gallen 2020

Total beförderte Fahrgäste im abgeltungsberechtigten Regional- und Ortsverkehr in Millionen

Quelle: Bericht öffentlicher Verkehr Kanton St.Gallen 2020

Weitere Strategien des Schwerpunktziels «Innovationskraft erhöhen»